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himbeerfuchsgedicht

die sage vom (himbeer)fuxx

robert hat erforscht und poetisch versprachlicht was uns alle schon lange bewegte...

 


der himbeerfuchs


1
O liebste Mutter was kann ich
Nur tun damit zum Freunde sich
Er wandelt, dunkler Schlaf der bringt
Mir finst’re Zeit wo Angst verschlingt.


2
Nun finde Kind nur sanften Schlaf
Durch Träume flieg gleich dem Seraph.
Sollst hören von der alten Mähr
So dass dein Herze nicht mehr schwer.


3
Denn warst am Tage du schön brav
Bis Sternenlicht die Erde traf
Wird kommen, den umsonst man sucht,
Aus hellen Mondes tiefster Schlucht.


4
Der Himbeerfuchs ward er genannt
Der liebste Kinder sich erkannt.
Bringt süße Beeren dir zur Nacht
Und hält dem Schläfer späte Wacht.
Gute Nacht, süße Prinzessin.


5
Fahler Mond erwacht’ als dunkle Wolken zogen.
Mutter ging, und Stille senkte sich hernieder
Aus der Nacht herab stieg leis’ ein Schattenbogen.
Bald man hört Getapse, wieder, wieder.


6
Ei liebes Kindchen bin gekommen
Von ferner Warte durch die Nacht
Mit feinsten Beeren, dir gewonnen
Von funkelnd Sternlein frisch erwacht.


7
Seit Sonn’ und Mond sich jagen
Bin ich ohn’ Rast und Ruh’
Verdammt allein zu klagen
Mit schwerem Herz, doch du


8
Zerstreuest meinen Gram
Für eines Traumes Weile
Darum ich zu dir kam
Daß Angst dich nicht ereile.


9
Und willst du mit mir geh’n
Ins tiefe Traumesland
Sollst prächtig Spiel du seh’n.
Komm reich’ mir deine Hand.


10
O sieh welch wunderbarer Wald
Sich auftut, bunte Lichter schweben
Und Stimmen schönes Liedchen weben
Das unterm Blätterhimmel hallt.


11
Vertreiben will ich deinen Gram
An deiner Seite niederschreiten
Durch diesen Grund und jene Weiten,
Wo tolles Treiben ich vernahm.


12
Seine Beeren glühten hell in ihrer Hand
Große Wunder sah sie und mit ihm entschwand.


13
Geflogen sind wir weit
Und dir ist nicht mehr bang’,
Erfährst hier nimmer Leid
Hier wo die Nacht so lang.


14
Es dräut bereits der Morgen.
Ich muß hinfort, die alte
Und dunkle Pflicht besorgen,
Bis alles Licht erkalte.


15
Als der neue Tag erwacht zum Morgengruß
Mutter tritt herein und nach dem Kinde sieht.
Sonnenlicht umglänzt sie still von Kopf bis Fuß,
Bleiche Schönheit ruhet sanft mit leisem Lied.


16
Als grauer Wandersmann
Durchstreif’ ich alle Welt.
Besuche jedermann,
So er mir wohl gefällt.